Die Arbeitsstelle Niederdeutsch
Niederdeutsch, auch bekannt unter der Bezeichnung Plattdeutsch, wurde in ganz Sachsen-Anhalt gesprochen und ist bis heute in verschiedenen Gebieten des Landes eine gelebte Sprachrealität. Politisch gestützt wird die Sprache durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, die von acht Bundesländern, einschließlich Sachsen-Anhalt, im Jahr 1999 gezeichnet wurde. Sachsen-Anhalt hat sich damit zu einer Erforschung und Förderung de Regionalsprache Niederdeutsch verpflichtet. Für diese Umsetzung wurde die Arbeitsstelle Niederdeutsch als Kooperation zwischen der Otto-von-Guericke-Universität und dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt initiiert. Konkrete Untersuchungsaspekte der Arbeitsstelle sind Status und Gebrauch des Niederdeutschen, Spracheinstellungen, Analysen zu aktuellen und historischen Diskursen sowie Vermittlungsstrategien und Etablierungsmöglichkeiten des Niederdeutschen in öffentlichen Bildungseinrichtungen.